Das in der Krise befindliche Unternehmen für erneuerbare Energien "Luana AG" hat den vorläufigen Tiefpunkt einer langwierigen finanziellen Schieflage erreicht. Im Zentrum des Desasters steht vor allem die im Jahr 2019 begebene Unternehmensanleihe mit einem Zinssatz von fünf Prozent, deren reguläre Rückzahlung eigentlich schon für Oktober 2024 vorgesehen war. Nach mehreren Verzögerungen und Vertröstungen der Investoren bleibt die Rückzahlung nun aufgrund der Zahlungsunfähigkeit vollständig aus.
Die Pleite der Muttergesellschaft zieht mittlerweile weite Kreise und betrifft wesentliche Teile der gesamten Unternehmensgruppe. So gerieten auch wichtige Tochtergesellschaften wie die Luana Energy GmbH und die Luana Energieversorgung Deutschland GmbH in die Insolvenz beziehungsweise unter vorläufige Insolvenzverwaltung. Bereits im Vorfeld dieser Entwicklung hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) öffentlich vor erheblichen Zahlungsausfällen bei verschiedenen Vermögensanlagen und Blockheizkraftwerk-Fonds der Gruppe gewarnt.
Für die betroffenen Anleger und Gläubiger ist die Situation extrem ernst, da Experten von einem drohenden Totalverlust der investierten Gelder ausgehen. Um überhaupt eine Chance auf die Auszahlung einer verbleibenden Insolvenzquote zu haben, müssen Geschädigte ihre finanziellen Forderungen nun form- und fristgerecht direkt beim zuständigen Insolvenzverwalter anmelden.
