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Grüne Kapitalanlagen - Chancen und Risiken

Gebotene Nachhaltigkeit auch im Wert ?

Grüne Kapitalanlagen sind Investments in Projekte oder Aktien/Zertifikate, die Klimaneutralität garantieren können oder sich an nationalen oder internationalen Standards orientieren. Dabei geht es um Produktionsprozesse, aber auch um die Nutzung von Ressourcen und das Vermeiden von klimaschädlichen Emissionen. Die Gefahr Grüner Investments liegt in der knappen Erprobungszeit zahlreicher Angebote in diesem Bereich und in der unangemessenen Provisionierung für Vermittler. Oft wird Klimaneutralität versprochen, aber letztendich kann das Versprechen nicht eingehalten werden, was sich natürlich auf Wert und Entwicklung solcher Kapitalmarktprojekte auswirkt. Einige Anlageformen gehören zum "Grauen Kapitalmarkt" und sind daher kaum überwacht und kaum zu kalkulieren. Andererseits: Die Zukunft der Kapitalanlage ist "Grün" - davor wollen auch wir uns nicht verschließen.

Grüne Kapitalanlagen sind der Boom-Markt im Kapitalanlagen-Geschäft: Gehen den Emittenten die Argumente aus, dann ist die Anlage wenigstens noch "Grün". Im Aktienbereich liegen erreichbare Renditen im Bereich von bis zu 5 Prozent. Mit Anleihen oder Nachrangdarlehen sind - bei höherem Risiko - höhere Renditen zu erwarten. Grüne Anlagen werden oft durch freie Vermittler vertrieben, die ein sehr großes Provisions-Interesse haben.

Wer sein Kapital nachhaltig in Grüne Kapitalanlagen investieren will und auf eine gute Rendite aus ist, der scannt den Markt nach den geeigneten Produkten. Viele - vor allem junge - Investoren fügen den Auswahlkriterien ín jüngster Zeir ein wichtiges Argument hinzu: Die Anlage muss "Grün" sein - also nachhaltig und klimaneutral. Treiber dieses Marktes ist der Klimawandel und damit das wohl größte Marktversagen, dass sich der Kapitalismus der Neuzeit grad leistet. Es ist im Grunde paradox: Die Welt geht vor die Hunde und es boomt der Rettungsmarkt. Daher muss man sich über die Zukunft Grüner Kapitalanlagen keine Sorgen machen, solange man sich Sorgen ums Klima machen muss.

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Die Sorgen sind da und die Sorgen sind berechtigt und die kognitive Disonnanz in unseren Köpfen sorgt dafür, dass wir durch die Befriedigung eines Grundbedürfnisses nach finanzieller Unabhängigkeit alle Vorsicht fahren lassen und in Kapitalanlagen investieren - nur weil sie "Grün" sind.

Aber: der Markt für Anleihen,  grüne Aktien, Anleihen, ETFs oder Nachhaltigkeitsfonds - also allgemein für Grüne Kapitalanlagen -  ist sehr unübersichlich. Oft überdeckt der grüne Anstrich Schwächen im Prospekt. Vermittler stürzen sich derzeit auf Grüne Investments, weil es dafür eine dankbare und zum Teil recht unerfahrene Zielgruppe gibt, mit der sich noch sehr gut Geld verdienen lässt. Also: Augen auf beim Investment in Grüne Kapitalanlagen.

Die ersten Grünen Kapitalanlagen waren Anteile am Bau von Windkraftanlagen, Windparks oder regionalen Stromgewinnungsprojekten ab den 1980er Jahren - z.B. die Nutzung von Wasserkraft. Das war noch weit davon entfernt, ein Markt zu sein. Investoren waren überzeugte Pioniere, die das Projekt kannten, vielfach mitarbeiteten und sich sowohl des Risikos, als auch der Chancen bewusst waren.Lange bevor die großen Investoren einstiegen sorgten eben diese ganzen Kleinanleger für einen funktionierenden Auftakt. Dann nahm der Klimawandel breiten Raum ein, und der grüne Markt erweiterte sich um Nachhaltigkeitsprojekte und damit begann das Übel: Viele Formen wie aktuell die insolvente Deutsche Lichtmiete AG rechneten ihren Investoren vor, dass mit ihrem Geld wirtschaftlich und ökologisch Sinnvolles angestellt wird, z.B. die Umstellung großer Beleuchtungsanlagen auf LED. Anleger sollten von den Gewinnen der Umstellung profitieren.

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Welche Grünen Kapitalanlagen gibt es?

Der Markt für Grüne Kapitalanlagen st unübersichtlich, denn "Grün" ist noch immer kein eingetragenes Markenzeichen, Gütesiegel oder sonsteine Form der Qualitätsgarantie.Zudem stellt sich die Frage, ob grün und nachhaltig auch gleichzeitig erfolgreich ist. Eigentlich macht nur das Thema die Farbe aus. Als Grün werden Projekte aus den Bereichen

  • klimaneutrale Energiegewinnung (Wind-, Solar oder Wasserstoff-Aktien)
  • Ernährung (Vegan, Trinkwasser, nachhaltiger und sozialverträglicher Anbau von Lebensmitteln)
  • Technik (Energieeinsparung, Automotive)
  • Mobilität (Klimafreundliches Reisen, Fahrrad-Aktien, ÖPNV- und Langstrecken-Projekte)
  • Gesundheit
  • Müllentsorgung und -verwertung
  • Immobilien

 

Grüne Kapitalanlagen Nachhaltigkeit
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Aktuelles zum Thema „Grüne Kapitalanlagen“.

Unsere Experten veröffentlichen regelmäßig zum Thema „Grüne Kapitalanlagen“. Bitte nehmen Sie bei Fragen zum Artikel direkt Kontakt auf oder nutzen Sie das Kontaktformular auf dieser Seite.

DWS - Ermittlungen wegen Greenwashing bei Nachhaltigkeitsfonds

09.06.2022 | Kanzlei Dr. Ingo Gasser

Das Thema ist nicht ganz neu: Bereits vor gut einem Jahr gab es erste Hinweise auf sogenanntes „Greenwashing“ bei der Fondstochter der Deutschen Bank. Der DWS wurde vorgeworfen, bei ihren Nachhaltigkeitsfonds Prospekte „frisiert“ zu haben und dadurch den Eindruck entstehen zu lassen, die Angebote entsprächen dem internationalen ESG-Standard. Tun sie wohl nicht….

Staatsanwaltschaft, BKA und Bafin haben am 31. Mai 2022 Räumlichkeiten von Deutscher Bank und DWS im Rahmen eines Anfangsverdachts des Kapitalanlagebetrugs, bzw. Prospektbetrug durchsucht.

DWS

Die DWS ist ein an der Frankfurter Börse notierter Fondsverwalter, der 1952 als Kind des Wirtschaftswunders unter den Namen "Deutsche Gesellschaft für Wertpapiersparen" gegründet wurde. Die DWS war bis zum Börsengang 2017 eine 100%-Tochter der Deutschen Bank, die noch heute Mehrheitsaktionär ist. Aktuell verwaltet die DWS ein Anlagevermögen von mehr als 900 Milliarden Euro, was immerhin mehr ist als die jährlichen Staatseinnahmen eines Staates wie Italien.

Razzia bei der DWS - Prospektbetrug durch Greenwashing?

07.06.2022 | Kanzlei Brüllmann

Die Deutsche Bank-Fondstocher DWS hat die Weichen früh umgestellt und nachhaltige Fonds ins Portfolio übernommen – jetzt steht dem Unternehmen Ärger ins Haus: Die Staatsanwaltschaft ermittelt und es ist davon auszugehen, dass der Vorwurf, mit fehlerhaften Prospekten geworben zu haben, wohl nicht aus der Welt geräumt werden kann.

Green City Energy Kraftwerkspark II und III - Forderungsausfall schmälert Insolvenzmasse

14.04.2022 | Kanzlei Brüllmann

Im Zuge der Pleite der Green City AG meldeten auch die Gesellschaften Green City Energy Kraftwerkspark II und III Insolvenz an. Sollten die Anleger auf eine hohe Insolvenzquote gehofft haben, werden ihre Erwartungen wohl enttäuscht. In Ad-hoc-Meldungen gaben beide Gesellschaften nun bekannt, dass Forderungen von 14 bzw. 13 Millionen Euro nicht in voller Höhe werthaltig sind.

Green City Energy Kraftwerkspark II und III - Forderungen in Millionenhöhe fallen aus

13.04.2022 | Kanzlei Dr. Ingo Gasser

Schlechte Nachrichten für die Anleger der Gesellschaften Green City Energy Kraftwerkspark II und III. Die Gesellschaften gaben bekannt, dass Forderungen in Millionenhöhe ausfallen werden. Das wirkt sich wiederum negativ auf die Insolvenzmasse und die Insolvenzquote für die Gläubiger aus.

Die Green City Energy Kraftwerkspark II GmbH & Co. KG hat in einer Ad-hoc-Meldung bekannt gemacht, dass ihre Forderungen in Höhe von ca. 14 Millionen Euro gegenüber anderen Gesellschaften voraussichtlich nicht in voller Höhe werthaltig sind.

Green City Gruppe - Weitere Insolvenzen

16.02.2022 | Kanzlei Brüllmann

Weitere Gesellschaften der Green City Gruppe haben Insolvenz angemeldet. Konkret geht es um die Green City Energy Kraftwerkspark II GmbH & Co. KG, die Green City Energy Kraftwerkspark III GmbH & Co. KG und die Green City Solarimpuls I GmbH & Co. KG. Die drei Gesellschaften haben am 15. Februar 2022 mitgeteilt, dass sie Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt haben. Die Anleihe-Anleger müssen nach dem Insolvenzanträgen finanzielle Verluste befürchten.

Drei Green City Gesellschaften melden Insolvenz an

16.02.2022 | Kanzlei Dr. Ingo Gasser

Nach der Insolvenz der Green City AG haben auch die Konzerngesellschaften Green City Energy Kraftwerkspark II GmbH & Co. KG, Green City Energy Kraftwerkspark III GmbH & Co. KG und Green City Solarimpuls I GmbH & Co am 15. Februar 2022 Antrag auf Insolvenz gestellt und Eigenverwaltung beantragt. Durch die Insolvenzen stehen Anlegergelder in Höhe von rund 115 Millionen Euro im Feuer.

Nach Insolvenz der Green City AG drohen Anlegern Verluste

25.01.2022 | Kanzlei Dr. Ingo Gasser

Nachdem die Gespräche mit Investoren gescheitert sind, hat die Green City AG am 24. Januar 2022 beim Amtsgericht München Insolvenzantrag gestellt. Anleger müssen nach der Insolvenz um ihr investiertes Geld fürchten. Mehrere Konzerngesellschaften stecken ohnehin schon in finanziellen Schwierigkeiten, die sich jetzt noch verschärfen könnten. Auch für die Konzerngesellschaft GCE Kraftwerkspark I GmbH wurde Insolvenzantrag gestellt.

 

Green City AG stellt Antrag auf Insolvenz

25.01.2022 | Kanzlei Brüllmann

Die Green City AG ist insolvent. Da die Gespräche über den Einstieg von Investoren nicht zum Erfolg geführt haben, hat die Green City AG am 24. Januar 2022 Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung beim Amtsgericht München gestellt. Darüber hinaus wurde auch für die Konzerngesellschaft GCE Kraftwerkspark I GmbH Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, wie das Unternehmen mitteilte.

 

Green City Energy Kraftwerkspark II in finanzieller Krise

18.01.2022 | Kanzlei Brüllmann

Für Anleger der Green City Energy Kraftwerkspark II gab es zum Jahresende eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht war, dass die Gesellschaft, die zum 30.12.2021 fälligen Zinszahlungen aus den Anleihen fristgerecht anweisen konnte. Die schlechte Nachricht ist, dass die Gesellschaft sich weiterhin in einer finanziellen Krise befindet und künftige Zinszahlungen sowie Rückzahlungen der Schuldverschreibungen nicht gesichert sind.

 

Grüne Kapitalanlagen - Chancen und Risiken

Eins ist klar: Die wirklich bedeutenden Anlageformen der Zukunft werden Grüne Kapitalanlagen und nachhaltig ausgerichtet sein - zwangsläufig, weil Lösungen für die aktuellen Probleme geschaffen werden müssen und Ideen, die nicht grün und nachhaltig bleiben, nicht zukunftsfähig sind. Das Risiko besteht darin, dass Betrüger und zu risikofreudige Unternehmer sich darauf verlassen könnnen, dass Kapitalanleger ein Stück vom Kuchen abhaben wollen und Anlagen mit "grün" und "nachhaltig" gleich einen Bonus bekommen.Bei den Projekten, die unter "Aktuelles" beschrieben werden, handelt es sich um Anlagen, die bereits auf ganzer Linie gefloppt haben. Die Reihe wird sich fortsetzen. Wir können Ihnen nur raten, sich nicht auf "Grün" allein zu verlassen und vor allen Dingen nicht auf übermotivierte Vermittler, denen es nur um ihr Provisionsinteresse geht. Um schnell in den Markt zu kommen, erhalten Vermittler hohe Provisionen - damit sind erhebliche Risiken verbunden. Holen Sie sich IMMER eine 2. Meinung ein.

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Empfehlungen und Tipps für Grüne Kapitalanlagen

Ganz im ernst: Es gibt wohl aktuell niemanden, den man in Bezug auf "Grüne Kapitalanlagen" wirklich empfehlen könnte. Vielleicht ändert sich das in absehbarer Zukunft, aber aktuell scheint der Markt für Grüne Kapitalanlagen noch mehr von Provisionsinteresse gesteuert, als "normale" Kapitalanlagen. kapitalschutz.de-Tipp: Suchen Sie sich einen vertrauenswürdigen Berater - Das ist die Königsdisziplin der Kapitalanlage-Strategie. Wenn Sie den gefunden haben, fragen Sie ihn nach "Grünen Kapitalanlagen". Suchen Sie bitte nicht umgekehrt. Das ist so wie mit dem Veggie-Burger von Mc Donalds. Man tut nur etwas für die Umwelt, wenn man solche Unternehmen ignoriert und selber kocht.

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Kapitalschutz-Empfehlungen für Grüne Kapitalanlagen
Grüne Kapitalanlagen

Nachhaltigkeit Grüner Kapitalanlagen nach ESG

Insbesondere professionelle/institutionelle Anleger verlangen nach Klassifizierungen. Eine davon ist ESG - Environmental (E), Social (S), Governance (G) - Grüne Kapitalanlagen, die sich hier einordnen wollen, müssen Nachhaltigkeit unter  Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Kriteriennachweisen  sowie eine verantwortungsvolle Unternehmensführung darlegen können. Es muss um Klima, Ressourcen und Biodiversität gehen (Environment), Menschen, die im Einflussbereich der Anlage leben und arbeiten müssen frei, sicher und gut versorgt sein und unternehmensbezogene Kriterien (Governance) beziehen sich z.B. auf das Risiko- und Reputationsmanagement. Um im Ausland nach ESG "Grün" zu sein, muss Korruption ausgeschlossen sein, ebenso wie politische Einflussnahme . Internationale Standards beziehen sich auf den Umgang mit Reccourcen, Gleichbehandlung am Arbeitsplatz und angemessene Entlohnung der Mitarbeiter, wobei sich angemessen nicht an den nationalen Standards orientiert, sondern daran, was es braucht, ein gutes Leben führen zu können und z.B. Schulbildung für alle anbieten zu können.

Professionelle  ESG-Anlagestrategien prüfen daher nicht nur die mögliche Rendite, sondern auch, wie konsequent sich die Anlage an ESG orientiert und wie transparent die Anlage-Verantwortlichen mit der Entwicklung ihres Produktes oder Projektes umgehen.

Ob Kapitalanlagen den ESG-Anforderungen genügen, wird im Abgleich der verschiedenen Positionen ermittelt. Ist eine Anlage in einer der drei Richtungen nicht gut aufgestellt, können die anderen beiden das nicht wettmachen. Behauptet ein Emittent, seine Anlage erfülle alle ESG-Ansprüche, dann dürfen Stärken und Schwächen nicht gemittelt werden

EU-Ecolabel und Green Bonds-Standards

EU ECOLABELUm eine Überwachung dieser Standards zu gewährleisten, haben die Vereinten Nationen die sogenannten Principles of Responsible Investments  (PRI)  als unabhängige Initiative gegründet, um Prinzipien für ein ESG-konformes Anlagemanagement zu erarbeiten. Diese Übereinkunft wird von Unternehmen, die Grüne Investments anbieten, quasi als Ehrenerklärung unterzeichnet. Auf Europäischer ebene gibt es Initiativen der EU, die Unternehmen und Produkte auf dem Weg zur Klimaneutralität begleiten sollen. Die Expertengruppe (TEG) hat im Auftrag der EU-Kommission Standards für Grüne Kapitalanlagen erarbeitet und die Erkenntnisse auch mit Verweisen auf mögliche Klassifikatinen und ein entsprechendes Steuerrecht vorgestellt. Daraus wurde ein Leitfaden entwickelt, der nicht nur Unternehmen am Markt Orientierung bieten soll, sondern auch als Grundlage für das EU-Ecolabel, Standards für Green Bonds und die umrahmenden Gesetze dient.

Was beutet eigentlich "Greenwashing"?

Greenwashing bedeutet im Kapitalanlagebereich das absichtliche Hochfrisieren von Verkaufsprospekten für Nachhaltigkeitsfonds oder sonstige Grüne Kapitalanlagen. Da Begriffe wie "Nachhaltigkeitsfonds" durch internationale Standards geschützt sind verlangen immer mehr Anleger von ihren Kapitalanlagen, dass sie diesen Anforderungen auch wirklich entsprechen. Tun sie das nicht und sorgt der Emittent mit falschen Aussagen für die Einhaltung von Standards, dann nennt man das "Greenwashing". Aktuelles Beispiel sind die Vorwürfe von Staatsanwaltschaft und Bafin gegen der Fondstochter der Deutschen Bank. Der DWS wird vorgeworfen, im großen Umfang Greenwashing bettrieben zu haben und Prospekte mit falschen Inhalten herausgegeben zu haben.

 

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Klimaschutz und Grüne Kapitalanlagen

In der Bewältigung der Klimakrise leisten sich Industriestaaten und Schwellenländer derzeit ein kollektives Marktversagen, denn mit den zur Verfügung stehenden politischen Mitteln ist wirksamer Klimaschutz offensichtlich nicht zu erreichen. Und so wie Energiesparlampen nicht dazu beigetragen haben, Energie zu sparen, sondern nur dafür gesorgt haben, dass wir nur noch bedenkenloser auch die letzten Winkel illuminieren, so helfen auch Grüne Kapitalanlagen nicht wirklich, die Welt zu retten.

Die Psychologie nennt das "Kognitive Dissonanz" wenn man Dinge verändern möchte, die nicht zu verändern sind. Darauf setzen die viele Anbieter Grüner Kapitalanlagen, wenn sie Kapital einsammeln, um vermeintlich Grüne Kapitalanlagen aufzubauen. Potentielle Anleger wollen etwas Gutes tun und verlassen sich darauf, das die Herausgeber solcher Anlagen etwas Gutes im Schilde führen. Allerdings ist das in sehr vielen Fällen eben nicht so. So die "Deutsche Lichtmiete" - eigentlich ein Paradebeispiel für nachhaltiges Investment, weil das Unternehmen im gewerblichen Umfeld alte und stromfressende Beleuchtungssysteme durch LED-Technik ersetzte, und dazu Anlegern auch sogenannte Direktinvestments anbot.

"Grüne Anleger" investierten mit einem guten Gefühl in Anlagen, die es gar nicht gab. "Erfolgreich" war die Anlage nur dadurch, dass vielen Vermittlern sehr interessante Provisionsangbote gemacht wurden, so konnte mit immer neuem Geld immer wieder auftauchende Löcher gestopft werden - ein klassisches Schneeballsystem also. Warnungen wurden Seitens der Vermittler nur zu gern in den Wind geschlagen, weil die das Geschäft versaut hätten. Am Ende brach das System zusammen, sämtlichen Anlegern droht ein Totalverlust ihres Einsatzes. Die Deutsche Lichtmiete reiht sich damit ein in eine Kette von unterschiedlichsten Kapitalanlagen von der Baumplantage in Kanada bis zur Windkraftanlage an der Nordsee. Ein großer Teil dieser "Grünen Kapitalanlagen" gibt es nur, weil es leichtgläubige Investoren gibt, die sich nicht vorstellen können, dass es bei manchen Grünen Kapitalanlagen um nichts anderes als um Geld und den eigenen Vorteil geht.

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Energiefonds als Zukunftsthema

Energiefonds sind nach Meinung der Experten von kapitaschutz.de das große Zukunftsthema am Kapitalmarkt. www.energiefonds.eu ist eine von kapitalschutz.de gesicherte Domain. Wir wollen den Wachstumsmarkt kritisch und investigariv begleiten und dazu im 2. Quartal 2022 ein Informations- und Beratungsportal dazu veröffentlichen. Interessierte Kooperationspartner wenden sich bitte unter info@kapitalschutz.de an die Herausgeber.

Häufig gestellte Fragen

Sind Grüne Kapitalanlagen sicher?

Grundsätzlich sind Grüne Kapitalanlagen weder sicher noch unsicher - Die Gefahr bei Grünen Kapitalanlagen besteht im magischen Reiz, den diese Anlagen auf Vermittler ausüben - Grün lässt sich als Kapitalanlage gut verkaufen. Grüne Anleger fragen mehr nach Nachhaltigkeit als nach Rentabilität, das zeichnet sie aus, macht sie aber auch leicht manipulierbar.

Welche Anlageformen gibt es?

Der Markt für Grüne Kapitalanlagen unterscheidet sich nicht vom regulären Kapitalanlagenmarkt - es gibt von der Aktie bis zum grünen Festgeld alle am Markt etablierten Inverstmentformen.

Wachstum für Grüne Kapitalanlagen

Die Entwicklung Grüner Kapitalanlagen ist extrem bis besorgniserregend, Leider gibt es keine verlässlichen Statistiken darüber wie viel Geld Anleger mit Grünen Kapitalanlagen verloren haben und ob das Verhältnis ungünstiger ist als bei traditionellen Anlagen.Aktienfonds entwickeln sich teils sehr gut - wir wollen also nicht grundsätzlich vor Grünen Kapitalanlagen warnen. Auch uns ist klar - die Zukunft muss grün sein, auch im Kapitalanlagebereich.

Was ist ein Direktinvestment?

Bei Direktinvestments kauft sich ein Investor in Sachwerte ein. Heißt: Er finanzert nicht den Bau einer Windkraftanlage mit einem Nachrangdarlehen oder der zeichnung eines Anteils - ihm gehört die Anlage. Wer sich damit auskennt und den Wert, die Nachhaltigkeit und die Renditefähigkeit seines Investments gut einschätzen kann, für den ist das etwas. Vergessen darf man nie: Im Insolvenzfall sind Direktinvestments so ziemlich das ungünstigte, was man dem Insolvenzverwalter vorlegen kann. Man hat keinerlei Anspruch auf einen Rang in der Insolvenztabelle und über das Eigentum entbrennt oft ein erbitterter Streit zwischen dem angebllichen Eigentümer und dem Insolvenzverwalter. Direktinvestments sind unserer Meinung nach nur etwas für erfahrene und fachkundige Anleger.

Wofür steht ELTIF?

ELTIF ist die Abkürzung für "European Long Term Investment Fund" und seit 2015 ein Standard für nachhaltiges Wachstum. Im Jahr 2015 führte die EU den sogenannten europäischen langfristigen Investmentfonds ein. Ziel dabei: Ein Fond, der den Vorgaben entspricht, soll ein nachhaltiges und integratives Wachstum in Europa fördern.

Was sind Alternative Investmentfonds?

Bei sogenannten AIF geht es um das gemeinsame Investieren in nachhaltig wirkende und ökologisch ausgerichtete Sachwerte wie z.B. Windkkjraftanlagen oder Solarparks.

Was ist ein Direktkommanditist?

Dieser Anlegertyp hat beizeiten Mit vielen Schiffsfonds GmbH & Co. KG schlechte Erfahrungen gemacht, denn mit der Insolvenz des Unternehmens, an dem man als Kommanditist Anteile hält, ist in aller Regel auch das Vermögen dahin. Einlagen als Kommanditist in eine Kapitaalgesellschaft sind den gleichen Risikofaktoren unterlegen wie Direktinvestments. Hier muss immer auf das Totalverlustrisiko hingewiesen werden.

ESG-Kriterien

ESG steht in der Übersetzung aus dem Englischen für "Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführung" und ist ein Ansatz zur Bewertung der Leistungen, die ein Unternehmen in diesen Bereichen dokumentieren kann. Ein Unternehmen entspricht je mehr den ESG-Kriterien, je mehr es über den eigentlichen Unternehmensziel der Gewinnmaximierung hinausgeht.

Angebote im Visier

Wir haben uns die Unternehmen, die im Internet und im Fernsehen Grüne Kapitalanlagen als Anlageform empfehlen, mal genauer angeschaut. Wir erlauben uns keine Urteile – wir wollen nur etwas hinter die Kulissen schauen. Wie lange gibt es den Anbieter? Wie ist sein Leumund, wer steckt dahinter? Wie agiert er als Arbeitgeber? Wie hält man’s mit dem Datenschutz? All so Sachen also, damit Sie sich die Arbeit nicht machen müssen.

Ökoworld Klima

"Ökoworld Klima" ist ein sogenannter Aktienfonds (ISIN LU0301152442 , WKN A0MX8G ). Fondsmanager und Verwaltungsgesellschaft ist die Gesellschaft ÖKOWORLD LUX S.A., Luxemburg als eine Tochtergesellschaft der ÖKOWORLD AG, Hilden. Die Performance des Fonds ist aktuell wirklich außergewöhhnlich. Kritikpunkte sind die hohen Fondsgebühren bei einem Ausgabeaufschlag von 5% und einer Verwaltungsvergütung 1,76% pro Jahr. Bei Jahresgesamtkosten von rund 2,5 Prozent und einer Performancegebühr von max 10 % der Steigerung sind es derzeit die guten Prognosen, die Anleger überzeugen. Das Risiko eines Totalverlustes wird von den aktuell veröffentichenden Experten als gering angesehen.

KlimaVest

Neue Zeiten und neue Projekte verlangen auch neue Bezeichnungen: So nennt nicht nur die Commerz Real - ein Unternehmen der Commerzbank-Gruppe - ihr Angebot "KlimaVest" auch "Impact-fonds", denn er soll nicht nur dem Anleger was bringen, sondern allen. Laut Prospekt ist es Grundvoraussetzung für die Eingliederung von Projekten und Unternehmen in den Fonds, dass diese nachweisbar nachhaltig gestaltet sind und darüber hinaus noch echten Mehrwert für die Gesellschaft bringen müssen..

KlimaVest ist ein Fonds, der einen hohen Anteil an Sachwerten anstrebt. Er ist auf Privatanleger ausgerichtet und bringt privates Investitionskapital und Know-how zu erneuerbaren Energien zusammen. Vermögensanlage plus Klimaschutz - so das Angebot.

Nach eigenen Angaben konzentriert sich klimaVest auf attraktive Assets aus nachhaltigen Infrastrukturprojekten – etwa in den Bereichen On- und Offshore-Windparks oder Photovoltaik. Soll heißen: Hier geht es um "Reale Werte" - also existierende Anlagen.

KlimaVest ist analog zum EU-Standard "ELTIF" ausgebaut mit dem Ziel, nachhaltigen Sachwertinvestments für Privatanleger schon ab Einkäufen ab 10.000 Euro möglich zu machen. macht. Ob daraus der erhoffte Brückenschlag zwischen privatem Kapital, die Chance auf eine attraktive Rendite und einem Impact für alle wird, muss abgewartet werden. Die Herausgeber versprechen eine Rendite von 3,0 bis 4,0 % pro Jahr.

ich-investiere-gruen.de

Das Angebot ich-investiere-gruen.de ist ein Portal, das von der Freiburger Wattfox GmbH herausgegeben wird. Wattfox versammelt Partnerunternehmen unter dem Dach der GmbH - darunter natürlich auch Unternehmen, die grüne Kapitalanlagen in Form von Direktinvestments anbieten – also Kapitalanlagen in Form von Finanzierungen von Projekten wie z.B. Solaranlagen.

Die Wattfox GmbH verdient ihr Geld mit Kunden-Anfragen aus verschiedensten Bereichen – vom Treppenlift über Immobilien bis zur Windkraftanlage,. Diese Anfragen werden durch solche Portale wie ich-investiere-gruen.de eingesammelt und an die Partnerunternehmen weitergeleitet. Solche Anfragen – in Fachkreisen auch Leads genannt – werden über Werbung mit Google-Ads generiert. Kommt es zu einer erfolgreichen Vermittlung, dann erhält das Portal eine Provision von bis zu 99 Euro. Das ist ganz normales Geschäftsgebaren im Online-Marketing. Portale wie check24.de sind groß geworden durch so etwas.


Das sehen wir positiv:


Die Wattfox GmbH beschreibt das Geschäftsmodell relativ deutlich im Beschreibungstext der Homepage. „Anstatt viel Zeit mit der Suche nach alternativen Geldanlagen zu verbringen, können Sie einfach bei uns in 2 Minuten eine Anfrage stellen. Wir sind spezialisiert auf das Thema ökologisch nachhaltige Geldanlagen und bringen Sie nach Klärung von Rückfragen basierend auf Ihren Anforderungen und nur nach ihrer expliziten Erlaubnis mit bis zu 3 Anlagenanbietern in Kontakt, von denen wir zu 100% organisatorisch unabhängig sind.“


Das sehen wir negativ:


Die Wattfox-GmbH stellt ihr Portal ich-investiere-gruen.de als Beratungsunternehmen vor. Das ist es aber nur bedingt, vielmehr werden die Anfragen offensichtlich an Partner weitergeleitet, die dann natürlich für ihr eigenes Projekt die Werbetrommel rühren. Im Google-Werbetext heißt das: „Sinnvoll, solide und krisenfest. Jetzt kostenlos Geldanlagen in Öko Sachwerte vergleichen.“ Ein Vergleich verschiedener Anlageformen scheint aber nicht möglich, da Anfrager u.U. nur Kontakt zu den Partnerunternehmen der Wattfox GmbH bekommen. Woraus sich die beschriebene Beraterkompetenz ablesen lässt, darüber gibt es keine Infos auf der Homepage. Es gibt keine Hinweise auf Mitarbeiter und deren Qualifikationen. Mailanfragen werden nicht beantwortet, in Kontakt kommt man nur telefonisch, wobei das Callcenter nicht wirklich berät, sondern nur dafür sorgt, dass der Lead komplett wird.


Fazit:


ich-investiere-gruen.de ist ein Portal, in dem es nicht in erster Linie um Strategie-Entwicklung für Grünes Investment geht , sondern um die Verbindung zwischen Anlagebetreibern und privaten Investoren. Wer hier bewusst anruft, möchte in gewerbliche Projekte investieren.


Für wen ist das was?


Wer sich als Investor über Angebote am Markt für Direktinvestments informieren will, der ist hier richtig, um ein Gefühl für die Angebote des Marktes zu bekommen und Angebote vergleichen zu können. Wer eine allgemeine Infos oder gar Entscheidungshilfen für ein zukünftiges Investmentstrategie sucht, wird hier vielleicht nicht fündig werden.

bessergruen.de

Das Portal bessergruen.de versteht sich als Marktplatz für Grünes Investment, aber sieht sich auch verantwortlich für die Nachhaltigkeit sonstiger Services - von der Grünen Autoversicherung bis zur Hundehaftpflicht. Unter dem Strich ist das auch wieder "nur" ein Lead-System. Heißt: Hier werden Kunden und Anbieter von Dienstleistungen von einem Dritten zusammengeführt, dafür erhält dieser eine Provision für die Vermittlung. Dagegen ist nichts zu sagen, zumal die Entscheidung sich für den ein oder anderen Service zu entscheiden immer noch beim Kunden lliegt. Über die Qualität des vorhandenen Anbieterstammes und vor allem über deren Nachhaltigkeit kann nicht viel gesagt werden. Wie bei anderen Portalen auch, muss man sich hier auf die Ernsthaftigkeit des Portalbetreibers verlassen können, dass er die Qualität seiner Anbieter auch prüft. Die Liste der Partner-Unternehmen ist überschaubar, deckt aber wohl die Bandbreite der dargestellten Dienstleistungen ab. Grünes Investment kann man hier nicht einkaufen

Der Anbieter selbst stellt sein Engagement auch als nachhaltig dar mit der Feststellung, dass für so ziemlich jede Aktion irgendwo ein Baum gepflanzt wiird. Gut, Nachhaltigkeit ist vielleicht etwas mehr als für einen Vertragsschluss einen Baum zu pflanzen, aber immerhin scheint man sich hier etwas mehr Gedanken zu machen als anderswo.

NaturConsult GmbH

Die NaturConsult GmbH aus Berlin vermittelt Kapitalanlagen - dabei berät das Unternehmen wohl nicht mit der Gießkanne, sondern fokussiert sich mit aktuell auf zwei Anlagemöglichkeiten. Die beiden Angebote der reconcept GmbH versprechen im "Grünen Bereich" übliche Renditen. Beide - Anleihe und fest verzinsliches Wertpapier (börsennotiert) - positionieren sich im Bereich Solarstrom. Die Anlagen sind überwacht, und anders als bei sogenannten Nachrangdarlehen oder Direktinvestments besteht eher kein Risiko eines Totalverlustes

Positiv ist, dass die Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO (Berufsbezeichnung: Versicherungsmakler; Bundesrepublik Deutschland) vorliegt. Die NaturConsult GmbH ist vertraglich gebundener Vermittler im Sinne des § 3 (2) WpIG und wird bei der Vermittlung von Finanzinstrumenten gemäß § 2 (2) Nr. 3 WpIG ausschließlich im Namen und für Rechnung des Finanzdienstleistungsinstituts Effecta GmbH, Florstadt, tätig. rechtlich und vor allem im Schadensfall bedeutet das, dass der Vermittler nicht selbst haftet, sondern unter einem Haftungsdach steht. Für den Anleger bedeutet das aber auch, dass er den Vermittler für eine Falschberatung unter Umständen nicht in die Haftung nehmen kann. Die NaturConsult GmbH wird im Vermittlerregister der IHK geführt.

Naturstrom AG

Die Naturstrom AG versteht sich als Teil der Energiewende und bietet nachhaltig erzeugte Energie an. Rückgrat der niicht an der Börse gehandelten Aktiengesellschaft sind rund 1500 Aktienbesitzer. Aktienbesitzer kann nur werden, wer das Wertpapier von einem anderen Besitzer kauft oder wer schnell genug ist, sich bei Kapitalerweiterungen der AG neue Aktien zu sichern. Die Aktien werden über Agenturen gehandelt, können aber auch privat zum neuen Eigentümer wechseln. Die jeweils am Markt zu erzielenden Preise sind Basis zur Berechnung des Aktienkurses. Außer der Aktie gibt es weitere Kapitalanlageprodukte wie Kommanditbeteiligungen und Genussrechtbeteiligungen. Die Projekte sind auf der Homepage des Unternehmens gut dokumentiert und auch verständlich erklärt. Über Chancen und Risiken lässt sich keine detaillierte Aussage treffen - was auf dem Markt schon mal eine positive Ausgangslage für eigenes Investment ,ist