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SAM - Mehrwert für Anwälte durch wirtschaftlichen Blick

06. November 2015 |

Sachsen Asset Management macht Turbulenzen am Kapitalmarkt sichtbar und generiert aus komplexen Zahlengeflechten spürbaren Mehrwert für Anwälte und Mandanten. kapitalschutz.de hat den außergewöhnlichen Dienstleister getroffen und folgendes Interview geführt:


Jan Hartlieb, Geschäftsführer von Sachsen Asset Management

Herr Hartlieb, Sie kennen den Kapitalmarkt, welche Mehrwerte können Sie Anwälten anbieten?
Zunächst unterstützen wir Anwälte schon ab der ersten Mandantenanfrage durch unseren wirtschaftlichen Blick – also bereits vor der eigenen Mandatierung der Kanzlei. Der Anwalt nimmt natürlich meist die juristische Sichtweise ein, kann das betreffende Finanzprodukt aber im Zweifel nicht vollumfänglich beurteilen. Hier unterstützen wir, indem wir belastbare wirtschaftliche Ansatzpunkte aufzeigen, die juristisch relevant sein könnten. Dies könnten z.B. versteckte Risiken oder Kosten bei Abschluss sein, die in der Beratung nicht erwähnt wurden. 

Wie aktuell und gut informiert muss ein Dienstleister wie SAM sein?
Wir haben ständig „die Nase im Wind“, Marktwissen ist unser Kapital. Wir erkennen also meist bereits sehr früh, welche Produkte oder Emittenten zukünftige Schadensfälle auslösen könnten. Wir sind somit auch Ideengeber für Rechtsanwälte, welche Fragestellungen zukünftig relevant sein könnten. Dies hilft den Anwälten dabei, sich frühzeitig fachlich aber auch im Marketing zu positionieren. Da darf man Entwicklungen natürlich nicht verschlafen.

Was hat ein Anwalt von so einer Prüfung durch Sie?
Ein Vorteil ist, dass der Anwalt den Geschädigten auf Basis unserer wirtschaftlichen Ansatzpunkte besser über die Erfolgsaussichten einer Klage informieren kann. Wir liefern zudem Argumente, die auch den Mandanten überzeugen und damit den Anwalt bei der eigenen Beauftragung unterstützen. Schließlich gelingt es uns, in die Köpfe der Richter zu kommen. Meist sind Kapitalmarktfragestellungen ja sehr komplex, es geht häufig um Finanzmathematik und intransparente Wirkungsweisen. Wir stellen diese Themen transparent und verständlich dar. Mit anderen Worten sind wir die wirtschaftliche Knowledge Base, die juristische Expertise braucht, um kompetent und mehrwertig am Markt auftreten und bestehen zu können.

Gutachten kosten Geld, spielen sie das wieder ein?
Ja! Ich behaupte: Die Fälle, die wir begutachten, sind ohne Gutachten gar nicht zu gewinnen oder nur mit einer schlechteren Erfolgsquote. Wir werden ja nicht beauftragt, um den Anwalt in seiner bereits vorhandenen Einschätzung zu bestätigen, sondern um ihm und dem Geschädigten einen Mehrwert zu liefern. Dies tun wir, indem wir – fachlich auf Augenhöhe mit den Banken – Ansatzpunkte für eine unfaire Behandlung des Kunden durch die Bank suchen und aufdecken. Wir unterstützen sowohl in Fällen großer Einzelschäden als auch in Massenschadensfällen. Bei beiden Varianten bieten wir ein passendes Preismodell für unsere Gutachten an.

Können Sie Ihre Einsatzgebiete eingrenzen?
Die sind ziemlich umfangreich. Allerdings hat unsere Tätigkeit ganz überwiegend mit Kapitalmärkten und Finanzprodukten zu tun. Ein anderer Blickwinkel trifft es aber besser: Wir kommen immer dann zum Einsatz, wenn Hintergründe im Zahlengeflecht so komplex werden, dass juristische Expertise allein nicht mehr ausreicht. Das reicht bei einzelnen Fragestellungen durchaus auch in die Realwirtschaft hinein, denken Sie z.B. an Kartellschäden.

Sie beschäftigen mehrere Mathematiker, warum?
Viele Finanzprodukte sind äußerst intransparent und komplex. Dies ist kein Zufall, da Banken und Versicherungen somit Wirkungsweise, fairen Wert und Kosten verschleiern konnten. In den Produktentwicklungsabteilungen der Finanzindustrie sitzen Mathematiker und Physiker, um Derivate zu entwickeln und ihre Risiken zu steuern. Hier bieten wir Geschädigten und ihren Rechtsberatern einen Gegenpol. Deshalb beschäftigen auch wir Mathematiker und Physiker. Die meisten unserer Gutachten werden in unserem quantitativen Analyseteam erstellt, da selbst Betriebswirte die Komplexität mancher Produkte allein nicht mehr beherrschen können. 

Ohne Finanz- bzw. Versicherungsmathematik geht es also leider nicht – allerdings legen wir offen, statt zu verschleiern. Deshalb ist unser Mehrwert also nicht nur, die Komplexität zu durchdringen, sondern diese auch „zurückzuübersetzen“. Unsere Gutachten fassen daher sämtliche Ergebnisse stets allgemeinverständlich zusammen.

Wie definieren Sie Ihre Rolle am Markt?
Kapitalmarktbeteilige haben stets ein gutes Gefühl dafür, was am Markt gerade läuft. Richtig gut erklärbar ist dieses Bauchgefühl allerdings in den seltensten Fällen. Es wird aber immer wichtiger, Mandanten nicht nur ein Gefühl, sondern auch belastbare Ansatzpunkte zu liefern. Dazu fehlt Anwälten aber oft die Zeit und auch die finanzmathematische Expertise. Wir liefern solche Informationen, manchmal deutlich bevor die Bombe hochgeht, unabhängig davon, wie groß der Skandal ist und wie hoch die Wellen auch schlagen. Wir sind quasi die Pathologen des Finanzmarktes, haben den Blick für Einzelphänomene und Symptomverbände. Die Faszination für unsere Themen macht uns dabei so erfolgreich.

Herr Hartlieb, wir danken für das informative Gespräch!

Hinweis: Jan Hartlieb steht interessierten Anwälten auch im Rahmen des aktuellen Tag des Bank- und Kapitalmarktrechts am 19. und 20. November 2015 zur Verfügung. Eine persönliche Terminierung kann unter info@sachsen-am.de vereinbart werden.

Weitere Informationen: