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BaFin-Warnung vor Trade Republic-Masche: Wenn Kriminelle Depots leerräumen – So holen Sie Ihr Geld zurück

Aktuell rollt eine hochprofessionelle Betrugswelle über Kunden des Neobrokers Trade Republic hinweg. Die Täter nutzen eine perfide Kombination aus gefälschten Systemnachrichten und fingierten Support-Anrufen, um Depots komplett zu plündern. Mittlerweile hat sogar die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine offizielle Warnung herausgegeben.
Fabian Fritsch
Rechtsanwalt Fabian Fritsch Hafencity Hamburg

Auseinandersetzungen mit Trade Republic, Paypal, Amazon & Co. - Modernes Bankrecht

Fabian Fritsch...

Die Trade-Republic-Masche läuft in zwei Schritten ab, die im Alltag kaum als Täuschung zu erkennen sind. Zunächst manipulieren die Betrüger die Absenderkennung von SMS-Nachrichten (sogenanntes SMS-Spoofing), wodurch die Nachricht direkt im echten, bestehenden Trade Republic-Chatverlauf auf dem Smartphone angezeigt wird.

Darin wird meist behauptet, das Konto sei aus Sicherheitsgründen eingeschränkt. Im zweiten Schritt werden die Opfer zu einem Anruf bei einer Hotline gedrängt. Dort baut ein professionelles, deutschsprachiges Callcenter massiven Druck auf und bringt die Kunden dazu, Überweisungen auf angebliche Treuhandkonten freizugeben. Nach dem Vorfall stehen Betroffene oft vor einem Service-Vakuum, da der Support des Brokers meist nur schwer oder zeitverzögert über automatisierte KI-Systeme erreichbar ist.

Aus bankrechtlicher Sicht stellt sich daher die dringende Frage, ob Trade Republic seine Kunden durch unzureichende Sicherheitsvorkehrungen und mangelhaften Schutz vor dem Missbrauch von Nachrichtenschnittstellen diesen Angriffen schutzlos ausgeliefert hat.

Viele Broker versuchen, die Schuld auf die Kunden abzuwälzen und plädierten pauschal auf grobe Fahrlässigkeit. Das müssen Sie sich jedoch nicht gefallen lassen. Nach der gesetzlichen Regelung des Bürgerlichen Gesetzbuches (§ 675u BGB) muss die Bank unautorisierte Zahlungen erstatten. Da die Betrüger hier den echten SMS-Kanal infiltrieren, liegt eine Täuschung vor, die selbst für Experten schwer zu durchschauen ist, weshalb von grober Fahrlässigkeit in vielen Fällen keine Rede sein kann. Wenn Sie Opfer dieser Masche geworden sind, zählt jede Minute.

Fritsch: "Veranlassen Sie die sofortige Sperrung Ihres Accounts direkt in der App, machen Sie Screenshots von allen betrügerischen Nachrichten sowie Transaktionen und erstatten Sie unverzüglich Anzeige bei der Polizei. Unterschreiben Sie zudem keine voreiligen Vereinbarungen des Brokers, in denen Sie auf eventuelle Ansprüche verzichten".

Die Kanzlei Hafencity von Rechtsanwalt Fabian Fritsch ist auf die Durchsetzung von Mandanteninteressen gegen moderne Finanzdienstleister und Neo-Broker spezialisiert. Wir kennen die rechtlichen Hebel im Zahlungsdiensterecht und wissen, wie wir den Support von Neo-Banken effektiv und rechtssicher kontaktieren. Nutzen Sie unsere kostenfreie und unverbindliche Ersteinschätzung, damit wir Ihre Dokumente prüfen und Ihnen Ihre Erfolgschancen transparent aufzeigen können. Nehmen Sie dafür einfach direkt Kontakt zur Kanzlei Hafencity auf.

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