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Amsterdam Trade Bank insolvent

Die Amsterdam Trade Bank (ATB), die auch unter dem Handelsnamen FIBR aufgetreten ist, insolvent. Die ATB ist eine Tochter der russischen Alfa Bank, die auf der Sanktionsliste aufgrund des Ukraine-Kriegs steht. Die Sanktionen gegen die Alfa Bank haben sich offenbar auch auf ihre europäische Tochter Amsterdam Trade Bank ausgewirkt. Kunden haben der Bank nach einem Bericht der niederländischen
Marcel Seifert
Marcel Seifert

Rechtsanwalt Marcel Seifert studierte nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann an der Universität Tübingen...

Die Amsterdam Trade Bank (ATB), die auch unter dem Handelsnamen FIBR aufgetreten ist, insolvent. Die ATB ist eine Tochter der russischen Alfa Bank, die auf der Sanktionsliste aufgrund des Ukraine-Kriegs steht.

Die Sanktionen gegen die Alfa Bank haben sich offenbar auch auf ihre europäische Tochter Amsterdam Trade Bank ausgewirkt. Kunden haben der Bank nach einem Bericht der niederländischen Wirtschaftszeitung „Financieele Dagblad”  mehr und mehr das Vertrauen entzogen und am 22. April 2022 erklärte das Bezirksgericht in Amsterdam die Amsterdam Trade Bank für insolvent.

Von der Insolvenz der ATB sind nach Angaben der niederländischen Zentralbank DNB auch rund 6.000 Kunden aus Deutschland betroffen. Für sie gilt, wie für andere Kunden auch, dass die niederländische Einlagensicherung greift und ihr Geld bis zu einem Betrag von 100.000 Euro sicher ist. Geld, das für den Kauf von Immobilien vorübergehend auf einem Konto der ATB Bank geparkt wurde, ist bis zu einem maximalen Betrag von 500.000 Euro abgesichert, wobei sich die Höhe des Schutzes am Kaufpreis für die Immobilie orientiert.

Insgesamt sind nach Angaben der DNB Einlagen in Höhe von etwa 700 Millionen Euro durch den Einlagenschutz gesichert. Neben dem Einlagensicherungssystem hat die DNB auch die Anlegerentschädigung bis zu einer maximalen Summe von 20.000 Euro aktiviert.

Durch den niederländischen Einlagenschutz sind nicht nur Privatkonten, sondern auch Geschäftskonten bis zu einem maximalen Betrag von 100.000 Euro geschützt, wobei die Höhe je nach Form des Unternehmens schwanken kann. Zu beachten ist, dass der Schutz pro Person oder Unternehmen und nicht pro Konto gilt. Heißt: Auch bei mehreren Konten beträgt der maximale Schutz durch die Einlagensicherung 100.000 Euro.

Guthaben, die über den Betrag von 100.000 Euro hinausgehen, sind allerdings nicht durch die Einlagensicherung geschützt. „Diese Beträge können im Insolvenzverfahren geltend gemacht werden“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Solle es zu Schwierigkeiten bei den Auszahlungen kommen oder müssen Beträge über 100.000 Euro geltend gemacht werden, berät Sie Rechtsanwalt Seifert gerne. Die Kanzlei hat auch bei anderen Banken-Pleiten wie z.B. Lehman oder Wölbern geschädigte Bankkunden erfolgreich vertreten.

BRÜLLMANN Rechtsanwälte bietet auch Kunden der Amsterdam Trade Bank eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten an. Sprechen Sie uns an.

 

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht

 

 

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