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Razzia bei UBS

28. September 2017 |

Razzia beim deutschen Ableger der Schweizer Großbank UBS. Das Land NRW hatte Daten CDs über konten der UBS SA (Luxembourg)aufgekauft und ausgewertet - Verdachtsmomente gegen über 2000 Kunden

Ende September 2017: Razzia bei der deutschen Niederlassung der Schweizer UBS Bank. Mit über 130 Staatsanwälten, Steuerfahndern und Polizeibeamten wurden Büros der UBS Europe SE u.a. am Hauptsitz in Düsseldorf untersucht. Auch etwa 2000 Kunden der Bank sind wegen auffälliger Kontenführungen in den Verdacht der Hinterziehung von Erbschafts- und Einkommensteuern geraten.

Anlass der Durchsuchungen war eine vom Land NRW und von der Schwerpunktstaatsanwaltschaft in Wuppertal ausgewertete CD mit Daten der UBS SA aus Luxembourg. Über deren Konten waren offensichtlich zwielichte Steuersparmodelle und angeblich Steuerzahlungen vermeidende Kapitalanlagestrategien für deutsche Kunden abgewickelt worden.

Die Staatsanwaltschaft Bochum führte die Razzia dann am 27. September durch. Branchenkenner gehen davon aus, dass zahlreiche Kunden der UBS in gutem Glauen auf die Steuerbetrugsschiene gerieten und durch falsche Beratung in Modelle investierten, aus denen eigentlich Kapitalertragssteuer an den deutschen Fiskus hätten gezahlt werden müssen. Vorwürfen dieser Art muss sich die UBS nicht zum ersten Mal stellen